Bienen

Hast du das schon gewusst?

Ein einziges Honigbienenvolk mit rund 20.000 Flugbienen kann pro Tag drei Millionen Obstblüten bestäuben. Ist das nicht eine gewaltige Zahl? Durch Aufstellen von Bienenvölkern gibt es eine viel größere Ernte bei Himbeeren, Erdbeeren, bei Birnen, bei Pflaumen, bei Sauerkirschen und bei Äpfeln. Doch die Bienen erzeugen durch ihre Bestäubung nicht nur mehr Früchte, sondern sorgen auch für eine bessere Qualität. Deswegen sind Bienen im Obstanbau so wichtig für uns Menschen.

Das Bienenvolk

Die Honigbiene ist etwas ganz besonderes: Sie kann nur in ihrem Volk überleben, denn sie brauch den sozialen Kontakt mit den anderen Bienen. 

Im Frühjahr beginnt mit dem ersten Ausflug (ab zehn Grad Celsius) das Brutgeschäft. Die Königin legt wieder bis zu 2000 Eier pro Tag. Die ausschlüpfenden Larven werden von den Arbeiterinnen (deren Zahl im Sommer auf bis zu 60.000 steigt) bis zur Verpuppung gepflegt und gefüttert. Die aus dem Kokon schlüpfende Honigbiene lebt bis zu vier Wochen. Sie fliegt erst am Ende ihres Lebens zum ersten Mal zum Sammeln aus ihrem Bienenstock. Davor arbeitet sie im Stock als Ammenbiene und beim Wächterin.

Unsere Schulbienen

Wabenrahmen mit Bienenwachsplatte

Die Wachsplatte wird in den Rahmen gelegt.

Die Drähte werden mit Strom erhitzt. Das Wachs schmilzt um die Drähte.

Frau Müller tauscht die Rahmen im Bienenstock aus.

Der Bienenstock wird geöffnet

Ein neuer Rahmen wird eingesetzt

Der Drohnenrahmen

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Die Drohnen

Die Drohnen, ca. 800–1.000 pro Volk, haben große Facettenaugen und sind etwas größer und plumper als die Arbeitsbienen. Ihre einzige Aufgabe ist es, die Königin während des Hochzeitsfluges zu begatten. Danach werden sie aus dem Bienenstock gejagt und sterben, da sie sich selbst nicht ernähren können.

Die Königin

In jedem Bienenvolk gibt es eine Königin. Du kannst sie gut an dem langen, schlanken Hinterleib erkennen. Sie ist deutlich länger als die Arbeiterinnen. Während des Hochzeitfluges wird sie von den männlichen Bienen, den Drohnen, begattet. Danach kann sie als Einzige im Bienenvolk befruchtete Eier legen. Die Königin sorgt für die Fortpflanzung und für den Zusammenhalt des Bienvolkes.

Die Arbeiterinnen

Die Arbeiterinnen stellen die überwiegende Mehrheit im Bienenvolk. Sie sind nur 12–15 Millimeter groß und sind somit die Kleinsten im Volk. Sie übernehmen je nach Alter unterschiedliche Aufgaben: Waben reinigen, Wabenbau, Ammentätigkeit, Honigzubereitung, Wächterdienst, Pollen und Nektar sammeln.

Aufgaben

der Arbeiterinnen

Was genau Arbeiterinnen tun müssen, hängt davon ab, wie alt sie sind:

Im Alter von einem bis vier Tagen sind sie Putzbienen und halten die Waben sauber.

Wenn Arbeiterinnen fünf bis elf Tage alt sind, sind Ihre Futtersaft-Drüsen ausgebildet. Dann versorgen sie den Bienennachwuchs mit Nahrung.  
Im Alter von zwölf bis 18 Tagen haben sich ihre Wachsdrüsen entwickelt Jetzt können sie Waben bauen.  

Wenn sie 19 bis 21 Tage alt sind, bewachen sie die Eingänge des Bienenstocks vor fremden Eindringlingen und Feinden.  
Mit 22 bis 40 Tagen fliegen die Arbeiterinnen schließlich zu den Bienenweiden und sammeln Pollen, Nektar und Wasser.

Orientierung

Bienen finden auch von weit entfernten Wiesen mühelos wieder zu ihrem Bienenstock zurück. Dazu haben sie ein raffiniertes Orientierungs-System entwickelt: Sie benutzen die Sonne wie einen Kompass. Wenn eine Biene den Bienenstock verlässt, merkt sie sich den Sonnenstand.  
Da sie ein sehr genaues Zeitgefühl hat, weiß sie, wo die Sonne zu welcher Tageszeit stehen muss und findet deshalb auch Stunden später zum Bienenstock zurück.  
Aber auch bei bewölktem Himmel finden sich Bienen zurecht, weil sie ultraviolettes Licht und damit die Richtung der Lichtwellen wahrnehmen können.

Die Sprache der Bienen

Bienen summen. Aber sie haben noch eine andere faszinierende Sprache entwickelt, mit der sie richtige Geschichten erzählen können: den Bienentanz. Mit ihm kann eine Arbeiterin ihren Kolleginnen im Stock berichten, wo sie eine Wiese mit vielen blühenden Blumen, also Bienen-Nahrung, gefunden hat.  
Dazu führt sie einen Tanz auf: Beim so genannten Rundtanz bewegt sich die Biene im Kreis. Sie zeigt damit an, dass sie in einem Umkreis von 100 Metern eine gute Bienenweide gefunden hat.  
Am Duft der Pollen, der an ihrem Körper klebt, erkennen die anderen Bienen außerdem, welche Blumen dort blühen. 

Mit Hilfe des Schwänzeltanzes zeigen die Bienen Weiden an, die weiter als 100 Meter entfernt liegen.  
Die Biene läuft an den senkrechten Waben in Form einer quer liegenden Acht und wackelt dabei mit dem Hinterleib. Ihre Geschwindigkeit gibt dabei die Entfernung der Bienenweide an.  

Durchläuft sie die gerade Strecke der quer liegenden Acht in 25 Sekunden etwa sechsmal, ist die Bienenweide rund 500 Meter entfernt. Durchläuft sie sie vier- bis fünfmal, ist sie 1000 Meter entfernt.  
Anhand der Richtung, in die die Biene tanzt, können die anderen Bienen erkennen, in welche Richtung sie fliegen müssen.

©2020 Zuhause in der Schule.