Nordsee

Die Nordsee ist so ein spannender Lebensraum. Auf dieser Seite findest du viele Informationen über die Bewohner des Wattenmeeres. Alle Fotos, Videos und Infos sind extra für dich erstellt worden.

Viel Spaß auf deiner Reise durchs Wattenmeer!

Herzmuschel

Die Herzmuschel ist die wohl häufigste Muschel im Wattenmeer. Ihren Namen hat sie vom herzförmigen Körperumriss. Du siehst das Herz, wenn du die Muschel von der Seite anschaust. 

Herzmuscheln sitzen 1 cm tief im Boden und filtrieren Plankton aus dem Wasser. Eine 3 cm große Herzmuschel filtriert stündlich 2,5 Liter Wasser! Falls sie einmal freigespült wird, kann sie sich mit ihrem Grabfuß schnell wieder im Boden vergraben.

Schwertmuschel

Schwertmuscheln sitzen knapp unter der Bodenoberfläche und filtrieren Wasser.

Im sandigem Nordseegrund können in einer Wassertiefe

von 3 -18 m

400 - 1500 Stück pro Quadratmeter leben! Das ist wirklich viel!

Bei Gefahr graben sie sich schnell tiefer in den Boden ein. Mit ihrem Grabefuß können sie sehr schnell graben und sogar unter Wasser springen!

Auster

Die europäische Auster gibt es bei uns nicht mehr. Sie ist durch Überfischung ausgerottet worden.

Die Schalen, die man heute findet, sind alle mindestens 70, vielleicht auch 70.000 Jahre alt. Lebende Tiere gibt es noch im dänischen Limfjord sowie vom Mittelmeer bis zum Ärmelkanal.

Pazifische Auster

Die Pazifische Auster hat sich überall in der Nordsee verbreitet. Eigentlich gehört sie überhaupt nicht hier her. Die Larven der Austern sind in den Wassertanks von großen Schiffen die über die ganze Welt fahren zu uns gekommen. Wie die meisten Muscheln halten sich die Austern am Untergrund fest und an ihren Nachbarn fest, damit sie von den Wellen nicht hin- und herumgeworfen werden. Mit der flachen Schalenhälfte sind sie am harten Untergrund festgewachsen. Die Austern werden auch auf Austernbänken  gezüchtet und dann an Restaurants verkauft.

Miesmuschel

Die Miesmuscheln siedeln sich in großen Haufen an Steinen und Pfählen an. Dort heften sich sich mit ihren Fäden fest. Die Fäden sehen so ähnlich aus wie Moos. Daher kommt ihr Name: Mies heißt nämlich auf friesisch Moos. In der Sonne kannst du das Perlmutt in den Muschelschalen besonders schön schimmern sehen.

Seehund

An den Küsten des Nordatlantiks sowie in Nord- und Ostsee kannst du den Seehund antreffen. Er kann sowohl an Felsküsten als auch auf den Sandbänken des Wattenmeeres leben.​

Als Fischfresser geht er bei Flut in den Prielen auf die Jagd. Seine Tastborsten an Maul und Augenbrauen helfen ihm, im trüben Wasser die Beute zu finden. Bei Ebbe ruht er sich auf trockenen Sandbänken aus. 

Die Sonnenbestrahlung ist für seinen Stoffwechsel sehr wichtig (Vitamin D).

Die Jungtiere werden im Juni auf Sandbänken geboren, können sofort schwimmen und werden etwa alle 3 Stunden gesäugt. Nach 1 Monat wiegen sie 25 kg und werden selbständig.

 Wellhornschnecke

Wellhornschnecken kannst du fast in allen Meeren finden. Sie kann sowohl an der Niedrigwasserlinie und in großen Tiefen leben. Sie pflügen sich flach durch den Sandgrund und atmen dabei durch ihren Sipho (Atemrohr). Im trockenfallenden Watt werden sie oft ein Opfer der Möwen.

Sie sind Räuber und Aasfresser.

Sie überwältigen Muscheln, indem sie ihren Schalenrand in den Spalt zwischen den Muschelschalen stemmt. In 15 Minuten ist eine Herzmuschel leergefressen! Die großen, weißlichen Eiballen der Schnecke werden oft an die Strände gespült.

Strandschnecke

Die Standschnecke findest du im Seetang oder auf Steinen. Bei Ebbe ist sie es gewohnt auf dem trockenen zu sein. Sie bewegt sich dann auf dem sandigen Untergrund fort. Alle Meeresschnecken atmen durch Kiemen. Ihr Körper wird durch ein Gehäuse geschützt. Wenn du genau hinschaust, kann du auf Strandspaziergängen for die Schneckenhäuser finden.

Pantoffelschnecke

Die Pantoffelschnecke ist ein merkwürdiges Lebewesen. Aus den Larven werden zuerst männliche Schnecken. Wenn die auf eine weibliche Schnecke treffen, heften sie sich an ihr Gehäuse. Deshalb kannst du Pantoffelschnecken oft als zusammengeklebte Stapel finden. Wenn das untere Weibchen stirbt, entwickelt sich die nächste Schnecke im Stapel zum Weibchen.

Vielen Dank

an Marie, Jonas und Liv vom Zentrum Naturgewalten in List

für die Fotos, Filme und Erklärungen

Strandhafer

Auf jeder Düne wiegt sich dieses auffällige Gras im Wind. Es die wichtigste Waffe der Küstenschützer gegen Wanderdünen und Sandflug. Der plattdeutsche Name lautet einfach "Halm", denn es ist das einzige für den Menschen wichtige Gras an Sandküsten.

Der Strandhafer verhindert, dass der Sand der Dünen weggeweht wird. Deshalb darfst du auch nicht einfach in die Dünen gehen. Wenn du auf den Strandhafer trittst geht es oft ein. Und du weißt sicherlich: Die Dünen an der Küste sind der beste Schutz gegen das Meer.

Strandkrabbe

Janusz Klosowski  / pixelio.de

Krabben sind gefräßige Räuber. Sie können mit ihren Kneifscheren ihre Beute greifen. Die Strandkrabbe schwimmt nur kurze Strecken. Sie läuft lieber über den Boden und das immer seitwärts. Du erkennst sie an einem breiten Rückenpanzer 2 Greifscheren und 4 paar Laufbeinen. Wenn du eine Strandkrabbe hochhebst achte darauf, dass die Greifscheren nicht an deine Finger kommen. Wenn du wissen willst, wie die Strandkrabbe ihren Panzer wechselt, klicke auf den kleinen Film.

Japanische Felsenkrabbe

Die Japanische Felsenkrabbe gibt es noch gar nicht so lange bei uns im Wattenmeer. Sie ist aus Asien eingeschleppt worden. Da sie mit den Lebensbedingungen im Wattenmeer gut zurecht kommt, kann sie hier leben.

Taschenkrebs

Der Taschenkrebs ist der große Verwandte der Strandkrabbe. Du kannst ihn bei uns in der Nordsee finden. Er kann 20 Jahre alt werden. Am liebsten lebt er in der Nähe von Felsen oder großen Steinen. Dort kann er sich nämlich gut verstecken. Er frisst alles was er packen kann. Mit seinen großen Scheren kann er die dicksten Muscheln knacken. Auf der Suche nach Nahrung legen sie weite Strecken zurück - oft viele Hundert Kilometer.

Taschenkrebs

Der ist vielleicht groß!

Schau doch mal in Jonas Eimer.

Wattwurm

Wattwurm 1

Wattwurm 2

Bäumchenröhrenwurm

Schutzstation Wattenmeer

Du kannst sie leicht übersehen. Die aus Sand und Muschelresten gebauten "Baumkronen" sind nur 1-2 cm hoch. Der Bäumchenröhrenwurm ist in der Nähe der Küste im sandigen Watt oft anzutreffen. Wenn ihre Röhre freigespült wird, können sie sie sehr schnell reparieren. Der Wurm ist rosa und schlaf. Am Kopf hat er ein Büschel aus bis zu 100 Tentakeln.

Ebbe und Flut

Wenn du schon mal im Nationalpark Wattenmeer an der Nordsee warst, hast du es bestimmt bemerkt: Machmal ist das Wasser da und manchmal zieht es sich zurück. Bei Ebbe kannst du sogar über den Meeresboden laufen. Das Wattenmeer ist der Lebensraum von Millionen von Lebewesen. Es ist sehr empfindlich und deswegen gibt es dort viele Schutzzonen, die du nicht betreten darfst. Wenn du im Wattenmeer unterwegs bist, kannst du ganz viele Dinge entdecken. Aber Achtung, wenn die Flut kommt, musst du wieder am Strand sein. Deswegen ist es besser, mit einem Wattführer ins Watt zu gehen.

Liv erklärt dir wie Ebbe und Flut entsteht.

Das ist gar nicht so einfach, oder?

Wenn Dünen nicht vom Strandhafer durchwachsen sind, werden sie vom Wind immer weiterbewegt. Dadurch wandert die Düne langsam über das Land. Es wird dabei soviel Sand bewegt, dass auch ganze Straßen zuwehen können.

Die Wanderdünen von List

Zentrum Naturgewalten

Das Zentrum Naturgewalten ist immer einen Besuch wert. Hier kannst du das Leben in und an der Nordsee erforschen. 

©2020 Zuhause in der Schule.